EMERGE

Für Wirksamkeit, die berührt

19. - 26. Juni 2026

Freie Feldlage Harzgerode

Das EMERGE ist ein mehrtägiges Festival, in dem wir in Gruppenformaten und Begegnungsräumen — körperorientiert, künstlerisch und dekolonial — eine neue Haltung von Wirksamkeit entwickeln wollen: spielerisch, kreativ, tanzend, widerständig und unbequem.

EMERGE ist kein Ort der Antworten. Es ist ein lebendiger Kompostplatz für alte Muster, eine Spielwiese für neue Formen der Wirksamkeit.
Ein Erfahrungsraum, in dem wir uns von erschöpfenden und trennenden Formen des Handelns verabschieden und eine Haltung kultivieren, die aus Beziehung, Verantwortung und Lebendigkeit handelt.

Das EMERGE ist eine Einladung an alle,
die sich nach Handlung sehnen, ohne dabei zu verhärten und Gewalt zu reproduzieren,
die das Politische nicht vom Individuellen und mehr-als-menschlichen trennen können,
die Zärtlichkeit als radikale Form von Widerstand verstehen
und die ahnen: Etwas Anderes ist möglich.
Nicht als Utopie. Sondern als gelebte Geste.

In einer Zeit, in der es drängt, zu handeln, fragen wir nicht nur was, sondern wie.
Wie handeln wir ohne auszubrennen? Wie stören wir ohne zu spalten? Wie lauschen wir, bevor wir rufen?

Unser Festival ist ein Experiment. Eine Einladung, gängige Narrative zu transformieren und die Moderne zu verabschieden. Sechs Pfade, sechs Arten, Welt zu berühren und zu gestalten.

Für alle, die fühlen, dass Aktivismus ein Update braucht und die das Neue nicht allein erfinden wollen.
Für alle, die sich nach Verbundenheit sehnen und spüren, dass diese Sehnsucht eine politische Kraft in sich trägt.
Für alle, die glauben, dass politische Wirksamkeit ohne Liebesbeziehung zu allem Lebendigem verhärtet und diese Liebe ohne Handlung wirkungslos bleibt.

„Was wäre, wenn die Art und Weise, wie wir auf die Krisen reagieren, Teil der Krisen selbst ist?“

– Báyò Akómoláfé

engl. 'emerge' - dt. 'entstehen'

EMERGE beschreibt kein Ziel und kein fertiges Konzept.
Es meint das, was entsteht, wenn wir innehalten, zuhören und in Beziehung gehen.
EMERGE steht für Handeln, das nicht geplant wird, sondern auftaucht — aus Körperwissen, Verbundenheit und der Bereitschaft, nicht alles zu wissen.
In einer Zeit des Umbruchs lädt EMERGE dazu ein, Wirksamkeit neu zu erfahren: weniger aus Druck, mehr aus Resonanz.

Báyò Akómoláfé: "Postaktivismus ist keine weiterentwickelte, keine bessere Form von Aktivismus à la: »Oh, ihr macht Aktivismus? Wir machen Postaktivismus! Wir haben neue Werkzeuge, also sind wir besser als ihr!« Nein, Postaktivismus ist Unfähigkeit, ist Scheitern, ist versehrtes Wirklichkeitswissen, ist die Demut, die wir fühlen, wenn wir schlichtweg nicht mehr wissen, was wir tun sollen. Was kommt an diesen Orten des Verlorenseins, des Nichtwissens ins Leben? Was ist für uns wahrnehmbar, was lesbar oder unverständlich, sichtbar oder unsichtbar, wenn wir uns verirren?

Wenn wir uns verirren, verlieren wir nicht bloß unseren Weg aus dem Blick, sondern unsere Körper erfahren auch eine Neuausrichtung unserer Beziehung zur Welt. Wir können dann sehen, was sich jenseits der Zäune, die wir errichtet haben, befindet. Deshalb sagen die Yoruba: »Du musst dich verirren, um deinen Weg zu finden.« Wir stecken gegenwärtig nicht etwa deshalb in einer Sackgasse, weil wir uns zu sehr verirrt hätten, sondern weil wir uns in die Idee verrannt haben, auf dem richtigen Weg zu sein! Wir brauchen eine Pause, nicht im Sinn eines Urlaubs, sondern als Störung, die unsere Pläne durchkreuzt – als Riss, der plötzlich andere Empfindungsweisen aus uns hervorbrechen lässt."

Post-Aktivismus bedeutet für uns:

Aktivismus nach dem Burnout
Aktivismus nach der Illusion von Kontrolle
Aktivismus nach der Trennung von Innen & Außen
Aktivismus nach der Idee, dass Druck Wandel erzeugt
Aktivismus nach der Erzählung von Held:innen und Gegner:innen

verkörpert statt performativ
zuhörend statt überredend
beziehungsbasiert statt zielgetrieben
rituell, kreativ, spielerisch
fähig zu Trauer, Nicht-Wissen und Aufhören

Das Konzept

Das EMERGE setzt sich aus fünf verschiedenen Elementen zusammen

Die Pfade

Die Pfade sind das Herzstück des Festivals.
In den sechs Pfade vertiefen wir Haltung und Praktiken, die neues Handeln nähren:
dekoloniale Verantwortung, verkörpertes Wissen, heilige Handlung, Trauer als Kompass, Klang als Aktion.
Zwischen Performance und Gebet, zwischen Protest und Umarmung, zwischen Chaos und Klarheit.

Jeder Pfad wird mit einer festen Gruppe von ca. 20 Menschen durchlaufen und beinhaltet 5 Einheiten, die auf die Woche verteilt sind. 
Jeder Pfad wird von 1-2 Menschen gehostet und blickt aus einer bestimmten Perspektive auf unser gemeinsames überliegendes Thema.
Bei der Anmeldung entscheidest du dich für einen der Pfade, den du gerne machen willst.

… die Pfade werden gerade noch ausgearbeitet. Bald findest du hier mehr dazu.

Tagesstruktur

Weaving Space

The Weaving Space ist der Ort, an dem sich die Pfade begegnen.
Hier kommen unterschiedliche Perspektiven zusammen, werden geteilt, gespiegelt und miteinander verwoben.
Wir erkunden Gemeinsamkeiten und Reibungen, lernen voneinander, widersprechen uns und lassen neue Einsichten entstehen.

Collective Space

Im Collective Space wenden wir uns dem zu, was zwischen uns passiert. 
Hier betrachten wir unser Camp-Leben als Spiegel gesellschaftlicher Dynamiken — mit all seinen Reibungen, Konflikten und offenen Fragen. Also ein kollektiver Raum der liebevoll-kritischen Selbst-Reflexion.

Abendprogramm

… mehr dazu bald

Schwarmzeiten

Wir laden dich während des Festivals ein, in einer täglichen festen kleinen Gruppe – deinem Schwarm – das was dich bewegt zu teilen und einen sicheren Hafen zu haben.
Die Schwarmzeiten sind Teil des Festivals, um dir Zeiten von Integration und Verbindung zu schenken.
Sich mitzuteilen und gehört zu werden sind essenzielle menschliche Bedürfnisse, die wir in den Schwärmen kultivieren möchten.

zusätzlich gibt es noch drei weitere jederzeit offene Spaces, die ihren eigenen festen Ort haben:

Awareness Space

Awareness

Der Awareness Space ist ein Ort der Fürsorge, Unterstützung und Ruhe.
Hier findest du immer Menschen, die du ansprechen kannst, wenn etwas zu viel wird, Grenzen überschritten worden sind oder Begleitung gebraucht wird. Hier kannst du dich auch jederzeit zurückziehen und die Türe zu machen, wenn es dir mal zu trubelig wird
Der Awareness Space ist Teil unseres Verständnisses von Verantwortung, Beziehung und gelebter Achtsamkeit.

Art Space

Emerge Festival

Der Art Space ist ein offener Raum für kreativen Ausdruck, Spiel und Exploration.
Hier darf entstehen, was keine Worte braucht.

Kids Space

Kids Space

Im Kids-Space dürfen sich die Kinder austoben, wild sein, kreativ sein oder versinken in Farben, Formen und Materialien. Und zu den Zeiten der Kinderbetreuung wird immer eine Person da sein, die sie um Hilfe fragen können, die mit ihnen spielt und dafür sorgt, dass die Eltern oder Bindungspersonen mal loslassen können. Kinder haben bei uns einen sicheren und geschützten Platz.

Freie Feldlage Harzgerode

Als Festival Location hostet uns die Gemeinschaft der freien Feldlage Harzgerode. Mitten im Harz, umgeben von Wäldern und Wiesen haben wir hier viel Platz um laut und leise und wild und verspielt zu sein. Das Gelände hat bereits einige Festivals willkommen geheißen, wie z.b. das Move Utopia und ist ein Ort des gelebten sozial-ökologischen Wandels.

Freie Feldlage Harzgerode

Als Festival Location hostet uns die Gemeinschaft der freien Feldlage Harzgerode. Mitten im Harz, umgeben von Wäldern und Wiesen haben wir hier viel Platz um laut und leise und wild und verspielt zu sein. Das Gelände hat bereits einige Festivals willkommen geheißen, wie z.b. das Move Utopia und ist ein Ort des gelebten sozial-ökologischen Wandels.

Wichtiges vor Ort

Es gibt so viele Menschen, Gruppierungen und Szenen, die aktiv diese Welt verändern wollen. Sei es das Gründen von Gemeinschaftsprojekten oder einer Solawi, das Arbeiten mit Menschen mit Erfahrung von Flucht oder sexualisierter Gewalt, plastikfrei einzukaufen oder Komposttoiletten zu bauen, die eigenen Traumata aufzuarbeiten oder zu meditieren, den Bagger zu besetzen oder Demos zu organisieren,
oder oder oder …
In der Praxis erleben wir vielfach noch ein Nebeneinanderher leben, geprägt von Klischees und gegenseitigem Befremden und damit Abstandhalten – oder es kommt gar zu Konflikten zwischen den einzelnen Gruppierungen. Wir möchten alle Szenen und Kontexte zu uns einladen, um sich gegenseitig zu verstehen und zu befruchten, damit wir uns gemeinsam für ein gutes Leben für alle einsetzen können.

Wir wünschen uns einen Raum, der zum sich Fallen lassen einlädt, wo Begegnung stattfinden kann und das Erlebte tief wirken kann.

Alle, die Bock auf Veränderung haben!

Menschen jeden Alters, jeden Geschlechts und jeder Herkunft. Menschen mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung, BiPoC-Menschen (Black, Indigenous, People of Colour) und alle Queers und Allies. Und wir möchten auch Kinder und Familien bei uns begrüßen.

Sexismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit sowie jegliche andere Form der Diskriminierung. Uns ist bewusst, dass wir alle in einer Gesellschaft leben in der auch wir vieles davon internalisiert haben und in einem fortlaufenden Prozess sind diese Dinge wieder aktiv zu verlernen.

Konsum von Alkohol und Cannabis, sowie anderen bewusstseinsverändernden Substanzen. Wenn du aus gesundheitlichen Gründen oder zu medizinischen Zwecken solche Substanzen benötigst, nehme bitte im vorhinein Kontakt zu uns auf.

Für ein solidarisches, nachhaltiges und hierarchiefreies Miteinander.
Für eine respektvolle, achtsame, herzliche und wertschätzende Kommunikation, verbal und non-verbal.
Für selbst-reflektierendes Denken und Verhalten.
Für das Respektieren von Grenzen - der eigenen und der, der anderen.

Vor Ort gibt es verschiedene Möglichkeiten zu schlafen:
- auf dem Zeltplatz mit deinem Zelt
- auf dem Platz für Campervans in deinem Auto oder Bus
- im Mehrbettzimmer
- im Einzelzimmer 

Der Großteil des Festivals wird draußen stattfinden. Alle Spaces sind überdacht.

Es gibt sowohl draußen und drinnen Duschen und WCs/Komposttoiletten.

Es gibt ein Küchenteam, das unsere Camp-Küche wuppen wird und uns mit drei veganen Mahlzeiten am Tag versorgt. Dafür braucht es aber fleißige Schnibbelhilfe von uns allen, die wir durch Schichtpläne vor Ort organisieren werden.

Gib deine Unverträglichkeiten bitte direkt bei der Anmeldung mit an.

Eigenes Geschirr muss nicht mitgebracht werden, aber eine eigene Tasse und/oder Trinkflasche wäre hilfreich.
Vor Ort gibt es Stellen zum Abfüllen von Leitungswasser.

Ganz besonders sind auch die kleinen Menschen eingeladen. Alle Kinder, die mitreden wollen und ihren Eltern oder Bezugspersonen bei den großen Fragen dieser Zeit helfen wollen, haben einen besonderen Platz bei uns. Während der Workshop-Zeiten gibt es eine Kinderbetreuung und während des gesamten Festivals einen Kids-Space.

Unser Anliegen ist es, dass wir eine Festivalzeit haben, in der wir wieder lernen gemeinsam für die Kinder da zu sein und verantwortlich auf sie zu schauen. Wie das gehen kann, dafür gibt es an den Anreisetagen Hinweise und Anregungen.

Alle Veranstaltungszelte & -räumlichkeiten sind ohne Treppe zu erreichen. Um in die Zelte zu gelangen, müssen Wiesen passiert werden. Die Türen im Gebäude lassen sich nicht per Schalter oder automatisch öffnen. Es gibt eine ebenerdige Draußen- Toillette, die mit dem Rollstuhl zugänglich ist.
Aus Erfahrungsberichten ist es möglich mit dem Rollstuhl an Veranstaltungen auf der freien Feldlage teilzunehmen - mind. eine weitere Person, die unterstützend dabei ist, ist aber sehr hilfreich.

Das EMERGE findet hauptsächlich in deutscher Sprache statt. Einzelne Pfade oder Workshop, in denen englisch gesprochen wird, sind markiert.

In allen Formaten in denen deutsch gesprochen wird, können wir eine Flüster-Übersetzung vor Ort organisieren.

Hunde sind willkommen, dürfen auf dem Gelände aber nur an der Leine geführt werden.

Wir leben in einem System, in dem Menschen auf unterschiedliche Art und Weise Gewalt (psychisch/verbal/körperlich) ausgesetzt sind. Der Umgang mit Gewalterfahrung und übergriffigem Verhalten wird häufig dem Individuum überlassen.
Wir wollen Gewalt und Diskriminierung nicht weiterhin als individuelle Probleme verstehen, sondern als Symptom einer menschengemachten zerstörerischen Kultur.

Wir möchten in dieser Woche unsere Achtsamkeit füreinander stärken und dir die Möglichkeit geben, mit deinen Erfahrungen und Bedürfnissen gesehen und gehört zu werden.

Unser Awareness Team ist bei Trauma-Triggern, Grenzüberschreitungen, oder Diskriminierung für dich da. Wir kreieren einen sicheren Raum, wozu uns systemisch-informierte, traumasensible und transformative Methoden dienen. Dabei orientieren wir unser Handeln immer am individuellen Schutzraum der einzelnen Person.

Im Sommer ist es warm und aus unseren Erfahrungen der letzten Jahre ist es uns wichtig hier ein paar Worte zum Umgang mit Oberkörperfreiheit zu formulieren:

Wir träumen von einer Welt, in der wir Schamfrei und frei von gegenseitiger oder eigener Sexualisierung, Körperfreiheit leben können. 
Und wir erkennen an, dass wir das noch nicht können - ohne über Schmerzen, Verletzungen und auch noch immer wieder vorkommender Sexualisierung vorallem weiblich gelesener Körper, drüber zu gehen.

Es ist uns wichtig sicherere Räume zu schaffen, in denen unsere Nervensysteme entspannen können, in denen sich Menschen miteinander frei fühlen und achtsam miteinander umgehen.
Wir wünschen uns an den Punkt zu kommen wo wir nackt miteinander tanzend über alte „Bilder“ von Körpern lachen können, in denen so viel Verständnis für die Unterdrückung von weiblich gelesenen Körpern durch Sexualisierung da ist, in denen wir uns unserer Privilegien soweit bewusst sind, dass wir ohne Worte aufeinander achten können, dass wir ein „Stopp“ oder „Nein“ in der Körpersprache oder dem Raum zwischen uns erspüren können, in denen wir uns frei fühlen unsere Grenzen auszusprechen, weil sie liebevoll geachtet werden. - und wir sind noch nicht angekommen. Wir sind auf dem Weg.

Und wir freuen uns auf diesen Weg miteinander, mit euch. Wir freuen uns auf weiteres Forschen, kreative Lösungen und emotionale Austauschräume, einander hören, einander sehen, der kollektiven Vision Hand in Hand, schrittchenweise, auf Zehenspitzen oder auch mal in Riesensprüngen näher und näher zu kommen.

Kurz gesagt: Sei achtsam und rücksichtsvoll und frag die Menschen, um dich herum am besten, wenn du dein Oberteil ausziehen willst.

Hand in Hand

“All flourishing is mutual.” – Robin Wall Kimmerer, Braiding Sweetgrass

Wir tragen alle gemeinsam hier vor Ort zum Gelingen des Festivals bei. Das bedeutet, dass wir alle verantwortlich sind für Dinge wie Küchen- & Schnibbelhilfe, Klos sauber halten, Kinderbetreuung oder die Besetzung des Willkommenszelt  am Anreisetag.

Außerdem brauchen wir Menschen für den Auf- & Abbau. Anreise für den Aufbau ist am 15. Juni, Abreise nach dem Abbau am 30. Juni. Wenn du Zeit & Lust hast schon früher anzureisen oder länger zu bleiben, gib das bitte direkt im Anmeldeformular mit an.

Emerge Festival
Emerge Festival

Was kostet das EMERGE?

Das Festival wird solidarisch finanziert. Du zahlst bei deiner Anmeldung einen Teilnahmepfand von 100€ und kannst am Ende des Festivals bei einer moderierten Beitragsrunde (bewährtes gemeinschaftsbasiertes Wirtschaftsmodell, in das wir vor Ort einführen) deinen Teilnahmebeitrag abhängig von deinen Ressourcen und Bedürfnissen bestimmen.
Bringe dafür bitte Bargeld zum Festival mit.

Lasst uns gemeinsam erforschen, wie es gelingen kann solidarisch neue Wege zu gehen!

Viele Vordenker:innen der ökonomischen Transformation stellen fest, dass Geld die Wirkung haben kann, Beziehungen zwischen Menschen zu kappen. Wir zahlen Geld für etwas und wollen damit quitt sein. Das kann sehr befreiend sein, aber auch einsam machen, denn wir leugnen damit die Tatsache, dass wir Menschen einander brauchen.
Was geschieht also, wenn wir die gängige Logik von Geld als Gegenwert für in Anspruch genommene Leistung über Bord werfen?

Wir sind alle so gepolt, dass wir gern möglichst billig wegkommen wollen. Das legt uns das kapitalistische Denken nahe: „Achte auf deinen eigenen Vorteil!“
Was ändert sich, wenn wir stattdessen Geld geben, um Dinge möglich zu machen, die wir wichtig finden?

Wenn ich einen Preis bezahle, bin ich Konsument:in. Wenn ich etwas beitrage, übernehme ich Mitverantwortung für das Gelingen. Darum möchte wir dich bitten:
Gib im Rahmen deiner Möglichkeiten!
Bleib aber nicht weg, weil du so viel nicht erübrigen kannst, ohne dass es wehtut, sondern komm auf jeden Fall (dein Wegbleiben hilft weder dir noch uns!) und gib was du kannst.

Mit unserem Wirken stehen wir dafür ein, historisch entstandene Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung in all ihren offensichtlichen und subtilen Erscheinungsformen sichtbar zu machen, in uns selbst und innerhalb der Gesellschaft und wir streben danach, Räume zu kreieren, um diese aufzuarbeiten.

Es ist uns ein Anliegen, dass insbesondere Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder geschlechtlicher Identität auch heute immer noch alltäglich Diskriminierung erfahren, sich in unseren Veranstaltungen nicht nur sicher, willkommen und ermächtigt fühlen können, sondern auch einen erleichterten Zugang zu unseren Angeboten haben.

Als eine Geste für Reparation und einen kleinen Beitrag zu einer dringend notwendigen kollektiven Wiedergutmachung haben wir uns deshalb entschieden, mehreren Teilnehmenden, die stark diskriminierten Bevölkerungsgruppen angehören, eine kostenfreie Teilnahme zu ermöglichen.

Wenn dies auf dich zutrifft, melde dich bitte bei uns per Mail.

Die Beitragsrunde findet am Donnerstag, dem Tag vor der Abreise, am Nachmittag statt. Bitte bleibe, wenn es dir möglich ist, bis dahin vor Ort.

“What we practice at the small scale sets the patterns for the whole system.”

– adrienne maree brown, Emergent Strategy

Emerge Festival

Anreise Infos

Harzgerode ist mit Bus und Schmalspurbahn erreichbar. Die nächstgelegenen Bahnhöfe, von denen Busse fahren, sind Quedlinburg, Sangerhausen und Aschersleben. Von Quedlinburg fahren die Busse unter der Woche im Stundentakt, am Wochenende alle zwei Stunden, von Sangerhausen alle zwei Stunden.

Ausstieg ist die Haltestelle Harzgerode Bahnhof. Von dort sind es ca. 2km und 30min Fußweg in die Freie Feldlage.

Wir werden von dort auch Shuttles organisieren.

Auf der A 36 die Ausfahrt Quedlinburg /Ost nehmen, dann weiter Richtung Gernrode/Harzgerode

Das Gelände der Freien Feldlage liegt ca. zwei Kilometer abseits der Kleinstadt Harzgerode. Aus Harzgerode kommend, der Mägdesprunger Straße folgen und kurz nach dem Wanderparkplatz dem Waldweg rechts bis zum Ende folgen.

Vor Ort gibt es dann einen Parkplatz für alle Autos und einen seperaten Platz für alle Campervans/Busse.

... Infos folgen

Das Herzstück unseres Festivals ist die Teilnahme an einem Pfad, der sich in den letzten Festivaltagen mit den anderen Pfaden verwebt.
Für die Teilnahme an den Pfaden bedarf es einer Anreise am Freitag und Abreise frühestens am Dienstag Mittag, da die jeweiligen Pfade in einer gleichbleibenden Gruppe stattfinden, um tief in die Themen eintauchen zu können. Es ist nicht möglich später in einen Pfad einzusteigen.
Eine An- oder Abreise am Dienstag ist möglich - wir empfehlen jedoch vom Konzept her eine Teilnahme an der gesamten Woche.

Bist du bereit?

Dann findest du auf der nächsten Seite ein Anmeldeformular, wo wir einige Dinge abfragen, die wir für die Organisation und Planung von dir brauchen.
Auch findest du im weiteren Schritt dann alle Infos rund um den Bezahlvorgang.

Wenn du Fragen zu deiner Teilnahme hast, dich konkret einbringen magst oder Anregungen für uns hast, melde dich gerne jederzeit per E-mail bei uns.

Wer veranstaltet das EMERGE?

Wir sind Freund*innen, Mitbewohnis, Ex-Partner*innen und Teil des Living Future e.V’s.
Wir sind weiß, queer, cis, able-bodied und sind überwiegend in privilegierten Verhältnissen der deutschen Mittelschicht aufgewachsen.
Wir sind Tänzer*innen, Künstler*innen, Aktivistis und Therapeut*innen.

Antonia Baur

Antonia

keine Pronomen

Antonia ist Tänzer*in, Motolog*in, Pädagog*in und leidenschaftlich körper-, bewegungs- und beziehungsforschend. Antonia öffnet feinfühlig und machtkritisch Räume, zum Spüren, für Verbindung und Ausdruck. Antonia ist Gründungsmitglied von dem queerfeministischen Kultur-Verein Ecstatic Cuties e.V. und Teil des Bewegungstheater-Kollektivs Beweggrund.

Frodisa

sie

Frodisa ist Gründungsmitglied des Living Future e.V. und zweiter Vorstand. Sie studiert ökologische Landwirtschaft im Master, ist Lernkultur-Zeit Coach für Potenzialentfaltung und hilft im Sommer beim Agroforst Monitoring Projekt der Uni Münster. Wenn sie nicht gerade Pflanzen und Kräuter bestimmt, ist sie Künstlerin und hegt ihre Leidenschaft für Poesie, Theater und Malerei.

Jasmin

sie

Jasmin ist Theatertherapeutin, Psychonautin und Clownin im Herzen. Sie liebt es spielerisch-verkörpert die individuellen und kollektiven Innenwelten und Schattenreiche zu erforschen. Als Bewusstseinsforschende hat sie das Grof Legacy Training für Transpersonale Psychologie und Holotropes Atmen absolivert und begleitet Menschen zu ihrer seelenvollen Bestimmung im Dienst an der Welt.

Timo Kassel

Timo

keine / er

Timo begleitet Menschen aus sozialen Bewegungen mit Coaching und Moderation. Als Facilitator gibt Timo Seminare & Workshops, wie z.B. dem Weltschmerz Lab. Timo forscht seit mehreren Jahren an einer regenerativen und dekolonialen Haltung von Aktivismus und ist Mitbegründer*in des Living Future e.V.

Phynix Mae Frieda

Phynix

Phy / sie

Phynix ist junge Mutter, Heilpraktikerin für Psychotherapie, in Fortbildung zu systemischer Traumatherapie und Psychologiestudentin. Forscht zu Queerfeminismus, Aktivismus, gelebter Spiritualität, dekolonialer Therapie, neuen Beziehungs-Lebens-und Liebesformen und versucht stets Konzepte miteinander zu verweben und neue Welten mit zu erschaffen. Phy liebt es zu malen, lesen und zu schreiben. Ist Mitbegründerin des Living Future e.Vs und des Rest in Resistance Projekts.