EMERGE
Programm 2026
Das EMERGE Festival ist kein gewöhnliches Festival, wo du hier und da ein paar Workshops machen kannst.
Mit unserer Struktur der Pfade lässt es sich fast eher als sechs verschiedene Seminare, die parallel stattfinden, beschreiben.
Nachfolgend findest du die Beschreibung der sechs Pfade.
Es gibt aber noch viel mehr wie „nur“ die Pfade:
Morgens kannst du mit angeleiteten Körper-Sessions in den Tag starten. Zwischen durch gibt es die Möglichkeit Kunst zu machen. Abends tanzen wir zu Live-Musik und DJ-Sets oder kuscheln bei der Poesie Nacht.
Das weitere Programm findest du weiter unten.
Pfad 1
Dancing the political
Embodied process about social or political issues
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The story, pain, and trauma we carry in our bodies are not just our own; they are shaped by social and political issues, by our family history, and by our roots. In this workshop, we will embody and improvise on social and political themes that you personally care about, using tools I’ve developed throughout my creative process over the years.
We will explore questions such as: what are the layers of my identity — in my dance, and life? And what does it mean to transcend identity, to let go of it, even if just for a moment?
We will research gender identity in our moving body.
As a Palestinian artist, especially in these times, I may also bring examples and references from my homeland.
One of the exercises we might do: embody your collective, embody the “other side,” and then embody both within the same body.
This process can be emotional, but that doesn’t mean you need to be cautious of it. We will create space for these emotions through softness, conversation, and rest. You will never be pushed beyond your limits — we will hold the group together with sensitivity and care, and there will be plenty of joy as well.
Sprache: Englisch
Saed Mansour (he)
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Saed is a freelance Palestinian performance artist, choreographer, dance teacher, and festival producer who was previously in tech. In his work, he aims to create spaces—be it as a performer, teacher, or festival producer—that focus on emotional, communal, and social/political processes.
Saed was born Palestinian with Israeli citizenship (20 percent of the country’s citizens hold this status). His life is political not by choice, but it is rooted deeply in his body and throughout past generations. A big part of his journey of teaching and performing is about dealing with and communicating the wounds carried by generational and ongoing trauma.
Pfad 2
Subliminal Instruments
Erschaffe dein eigenes Manifestationsinstrument
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Ein Pfad zwischen Klanglabor, Ritualraum und Kunstpraxis.
Kann Kunst ein Weg in die Freiheit sein?
Können wir durch unsere bewusste Ausrichtung und liebevolle Präsenz neue Wirklichkeiten erschaffen?
Und was geschieht, wenn wir beginnen, unsere Träume als Teil eines kollektiven Schöpfungsaktes zu begreifen?
Alles ist Frequenz und sie wirkt in uns als eine schöpferische Kraft, die durch Aufmerksamkeit, Ausrichtung und Präsenz Form annimmt.
Ausgehend von dieser Erkenntnis erforschen wir verschiedene Subliminal Instruments, die das Netz unserer Wirklichkeit bilden
und lernen, mit ihnen in Beziehung zu treten.
Wir arbeiten mit Stille, Stimme, Klang, Rhythmus, Farben und scheinbar alltäglichen Objekten, die wir durch Fantasie
und bewusste Zuwendung zu kraftvollen Sound Totems verwandeln.
In creative Jams erforschen wir kollektive und individuelle innere Blockaden und Sehnsüchte. Welche Gewohnheiten prägen unsere innere
und äußere Heimat? Wo erleben wir Begrenzung – durch gesellschaftliche Strukturen, Ängste oder Erwartungen – und wo haben wir die
Möglichkeit “durch Mauern zu gehen” ? Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Gemeinsam üben wir, unserer Intuition wieder zu vertrauen und dies festzuhalten. Du lässt einen Sound Totem entstehen: ein individuelles Manifestationsinstrumennt, das einen Ritualgegenstand und echte Zaubersprüche verbindet, die dich im Alltag an deine verborgene
Kraft erinnern.
Inspiriert von Methoden aus The Artist’s Way, den hermetischen Gesetzen sowie afro-indigenen Wissenssystemen freuen wir uns auf eine
gemeinsame, künstlerische Reise.
Sprache: Deutsch
Tracy Abenaa Osei-Tutu (sie/universe)
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Tracy ist Changemakerin und multidisziplinäre Künstlerin mit ghanaischen Wurzeln. In ihrer Arbeit sucht sie nach gesellschaftlichen Hebeln, die dekolonialen Wandel ermöglichen – ein Ansatz, den sie durch ihr politikwissenschaftliches Studium weiterentwickelt hat.
Mit Tanz, Musik, Malerei und Performance spricht sie die universelle Sprache der Vorstellungskraft. Ihre Kunst erinnert daran, dass Kreativität und Ausdruck allen zustehen, unabhängig von Herkunft, Alter oder Geschlecht. Sie erforscht außerdem das transformative Potenzial indigener Kulturen und Rückverbindungen zur Natur.
Ivo Hlavac (er)
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Mit dem KinderKunstVerein schafft er kreative Erfahrungsräume für Kinder und
für Erwachsene, die wieder Kontakt zu ihrem inneren Kind suchen. In seiner gestalterischen und konzeptuellen Arbeit reflektiert er Themen wie Entwurzelung, Systemkritik und kulturelle Selbstermächtigung. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet.
Pfad 3
Noch mehr Spüren?
„Wenn wir wieder wahrnehmen“ lautet der Titel meines 2021 erschienenen Buches. Oft sagen Menschen zu mir: „Ich weiß nicht ob ich das will. Müssen wir denn immer noch spüriger werden? Das halte ich nicht aus.“
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Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Nein, lasst uns das Vielspüren nicht zum neuen Dogma machen. Vielmehr wünsche ich mir, offene Fragen miteinander zu bewegen: Wie bleibe ich durchlässig in einer überfordernden Welt? Wann ist es gut, einen gesunden Schutz zu haben? Und wie geht das? Wir werden in diesem Pfad das Spüren ebenso erforschen wie die Taubheit. Wir lernen etwas über die Intelligenz unseres Organismus, speziell des Nervensystems. Wir atmen, spüren den Boden, uns selbst, einander. Wir erkunden unsere Bedürfnisse und Grenzen. Wir versuchen, eine Sprache zu finden, um all das mitteilen zu können. Und wir ordnen unsere Erfahrungen ein in den Gesamtkontext einer Gesellschaft, die so wie sie ist nur funktionieren kann, weil wir gelernt haben, uns taub zu machen.
Sprache: Deutsch
Heike Pourian (sie)
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Ich verstehe mich als Wandelforscherin. Die Grundlage meiner Arbeit bildet die Contact Improvisation. Sie ist meine tänzerische Heimat und Experimentierfeld für transformatorische Prozesse. 2016 erschien mein Buch Eine berührbare Welt. Contact Improvisation als gesellschaftsbewegende Kultur, 2021 folgte Wenn wir wieder wahrnehmen. Wach und spürend den Krisen unserer Zeit begegnen. Meine Kraft fließt im Moment vor allem in den Aufbau der „Wegwarte“, einem Lern- und Forschungsraum für wahrnehmende Gesellschaftsgestaltung und fürsorgendes Wirtschaften. Und ich bin Mutter von zwei wundervollen erwachsenen Kindern. www.beruehrbarewelt.de www.wahrnehmen.org www.wegwarte.haus
Pfad 4
Tending the cracks
Trauer, Kollaps und die Kunst des Scheiterns
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Enden haben in unserer Gesellschaft keinen guten Ruf.
Mit Tod, Scheitern und Nicht- Wissen wollen wir nichts zu tun haben. Aber was wäre, wenn wir dem unausweichlichen Sterben der Welt wie wir sie kennen, liebevolle Aufmerksamkeit schenken würden? Wenn wir die Geschichten der Risse und Narben hören würden- die schönen und die hässlichen, die persönlichen und die kollektiven. Wenn wir das Sterben liebevoll begleiten würden und das Neue Willkommen heißen würden, ohne es durch unsere Vorstellungen zu ersticken?
Wie können Momente des Scheiterns zu Kompost werden und neues Leben nähren? Was können uns die Landschaft und die oft unterschätzte menschliche Fähigkeit des Trauerns darüber lehren? Und warum kann niemand von uns das alleine tun?
Diese und andere Fragen wollen wir in diesem Pfad gemeinsam erforschen
Sprache: Deutsch
Mala Claer (sie)
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Vor über 10 Jahren hat meine etwa gleichalte Couchsurfing Gastgeberin in Neuseeland zu mir gesagt: ” Wir sind Generation Y. Das Y steht für eine Weggabelung. Unsere Gesellschaft kann nicht fortbestehen wie bisher. Sie wird sich in unserer Lebensspanne radikal verändern. By Design or by Disaster.”
Seitdem habe ich als Naturgeführte Prozessbegleiterin, Leiterin von Auszeiten in der Natur und Kulturweberin an der By Design Variante gearbeitet. Lange habe ich daran geglaubt, dass wir das Ruder noch rumreißen können.
Mittlerweile ist deutlich geworden, dass dieser Wandelprozess nicht ohne Disaster auskommt.
Meine Arbeit dreht sich nun um die Fragen Wie können wir resilient und liebevoll in Zeiten von gesellschaftlichem und ökologischem Kollaps leben? Wie können wir die Konsequenzen füreinander abschwächen? Wie kann es gelingen, eine lebenswerte Erde zu hinterlassen? Welche Begleitung brauchen die Kinder unserer Zeit von uns?
Ich bin Mutter eines Kleinkindes und wir leben zusammen mit meinem Partner im Hunsrück.
Maya Mahn (keine)
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Ich drehe gerne Steine, Welt- und Selbstbilder um und schaue, was dort kriecht und krabbelt – was ist Nahrung, was eher Kompost?
Pfad 5
Sterbebegleitung für die Moderne
Welche tief eingefleischten Muster der Moderne prägen – trotz vieler Bemühungen – immer noch unser aller Aktivismus?
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Was heißt Wirksamkeit auf Nervensystemebene?
Und wie könnte eine Sterbebegleitung der Moderne wirklich aussehen?
Dieser Workshop-Track ist nichts für „schwache Nerven“. Gemeinsam begeben wir uns auf ein Abenteuer in rauen Fahrwassern. Unser Unterfangen: möglichst tief und bezogen in unsere eigenen kolonialen Denk- Handlungs- und Fühlmuster einzutauchen.
Oder in anderen Worten: Wir betten uns in jene Lebensprozesse ein, die unsere Gesellschaft aktuell in den eigenen Tod führen.
Ausgangspunkt wird ein starkes Beziehungsnetz sein, das wir selber weben.
Von dort tauchen wir u.a. mit Methoden aus dem Theater der Unterdrückten ein in unsere kolonialen/weißen Muster.
Auftauchen tun wir (wenn’s gut läuft) mit einer Vision von entpolarisierendem Aktivismus.
Warum tun wir uns das an?
Aus Liebe zu allem was lebt.
Weil unser Aktivismus uns braucht.
Weil Leben ziemlich messy ist und wir da Schiss vor haben.
Weil Wirksamkeit nicht aus Dringlichkeit erwächst.
Und weil wir eh nicht wirklich weiterwissen…
Anmerkung: Wir beziehen uns in dem Pfad auf die Bücher „Hospicing Modernity“ und „Outgrowing Modernity“ sowie die Arbeit vom Gesturing Towards Decolonial Futures – Kollektiv. Diese richtet sich explizit an weiße Menschen aus dem globalen Norden, die sich ihrem verinnerlichten Kolonialismus widmen wollen – nicht um sie zu befreien, sondern um Komplexitäten & Verstrickungen sichtbarer zu machen.
Sprache: Deutsch
Robin Dirks (er)
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Robin ist Weltenwandler, werdender Vater, Nervensystemaktivist, Regionalbestäuber und durch und durch Gemeinschaftstier. Seine Arbeit ist geprägt von der tiefen Auseinandersetzung mit der Frage wie wir uns als Menschen (wieder) in etwas Größeres einbetten können. Auf seiner Reise durch viele Länder und Kontinente, durch viele Seminare und Ausbildungen und viele Wälder und Landschaften hat er die Übergangsbegleitung als seine Herzensarbeit entdeckt. Robin ist im Werra-Meißner-Kreis verwurzelt, wo er sich zunehmend in die regionalen Mythen und Lebensnetzwerke einbettet. Sein Geld verdient er als Prozessbegleiter. Sein Zuhause ist das Haus in der Blume, ein Salamanderschutzgebiet und Ort für Retreats und Regeneration. Für Robin ist die Auseinandersetzung mit seinem Weißsein und verinnerlichten Kolonialitäten eine aufregende Lernreise & Rückkehr zu intimer Bezogenheit mit allem was lebt.
Lara Faust (keine/sie)
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Das Emerge Festvial oder ehemals Living Future ist für mich eine Spielwiese. Ein Ort, an dem ich mich ausprobieren und erproben kann – eingebettet in Beziehungsgeflechte. Menschen, die mir am Herzen liegen und mit denen ich gemeinsam in die Welt hinaus und in mich hinein schauen kann.
So auch dieser Pfad – wo finde ich das was ich im Außen sehe, wie Diskriminierung, Erniedrigung, Entwürdigung, etc. in mir und meinem Körper? Was verändert sich wenn ich mir vorstelle, dass ich nicht ein abgetrennter Teil der Welt bin, sondern Welt selbst? Was heißt es mir und anderen in Würde zu begegnen?
Leon (er)
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Ich bin Leon, 32 Jahre alt, Rote Beete lässt mich eher kalt. Die Omnipräsenz ihrer ist mir zu viel und ein gesunder Umgang wäre weniger. Das möchte ich auch gerne in meinem Leben einladen: weniger von allem, weniger Luxus, mehr Komposttoiletten; mehr Verbindung mit dem, was uns umgibt und weniger ein Fliehen in globale Strukturen. Damit möchte ich mich nicht aus unserer Verwobenheit und dadurch Komplizität etlicher Ungerechtigkeiten und Gewalt an der menschlichen und nicht-menschlichen Welt entziehen, sondern eher die Frage aufwerfen: Wie geht das, oder geht das überhaupt lokal resiliente Strukturen aufzubauen, die genau diese Region mit all dem versorgen was nötig ist. Was ist “nötig” und wer entscheidet das? Und was ist diese Verwobenheit und Komplizität und wie lassen sich diese emotional halten, ohne wegzuschauen? Wie kann die Natur die uns umgibt nicht zu Geschichte werden, sonder wie können Geschichten helfen eine lebenzentrierte Verbindung zu schaffen und nicht eine anthropozentrische? Kurz: Mich interessieren Kolonialität und ein anstreben dekolonialer Strukturen und somit postkapitalistischer und nicht patriarchaler. Mich interessieren Mythen und Geschichten und die Kraft hinter oraler Kultur gegenüber naturwissenschaftlicher. Das Aufbrechen von Dualismen und Spektren, die Verbindung zur Natur. Der Mut zu sprechen, was einen bewegt und Demut zu zeigen vor dem, was ist, was war und immer sein wird.
Pfad 6
WE - Re-emergence of the collective instinct
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In the midst of complex paradigm changes and falling empires, bunches of overly individualized people are craving to return to a collective form that has been long forgotten and seems to be inaccessible. We try to find meaning in facts and ideologies, or in the repetition of ancient forms, but nothing seems to work completely, as we continue the insane race towards an undesired fragmented destiny.
But, what if the highest form of intelligence and expression we can experience together is not rational? What if there’s an immaterial field that comes to life when we become part of a bigger circle? What if this common field of undiscovered potentiality is the doorway to our next steps in evolution?
WE is an invitation to reconsider what you (think you) know about humans in a collective state. And to experience the possibility of letting our natural instinct guide us back to where we always belonged: The flock, the pack, the nest, the hive, the tribe
From morphic resonance to contact improvisation, from anarchy to somatics. A body oriented process with creativity as the igniting fire. Biology, politics, psychology and arts weaving together in this collective countercultural exploration, becoming a possible antidote for a world in dissociation.
Sprache: Englisch
Nicolás Cambas (he)
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I consider myself a curious experimentalist — sometimes an artist, sometimes a teacher, sometimes a therapist, always a student of life. I’m inspired by creativity, intuition, ancient traditions, nature, and the power of the collective. I believe our deepest potential is to be original creators.
I grew up in Argentina, where social and political unrest led me to leave academia and become a nomadic clown. I traveled across South America performing in the streets and connecting with ancestral and shamanic cultures in the Andes and the Amazon. Along the way, I trained in theatre, improvisation, and diverse therapeutic and shamanic modalities, engaging in social and therapeutic work in war and displacement contexts (Colombia, Ecuador, Venezuela, Palestine). Through embodiment, I developed a personal pedagogical approach that integrates these experiences, later sharing my research in Europe within the transpersonal psychology field.
These paths led me to found CaminoCreativo (www.caminocreativo.net). For 18 years now, I’ve facilitated creative and therapeutic processes for people of all ages and backgrounds worldwide.
I’m currently studying Gestalt psychotherapy and Somatic Experiencing.
Das weitere Programm
Theresa Leisgang (sie)
Gerriet Schwen (mixed pronouns)
Rave Ritual: Facing Collapse
Montag, 20:30uhr
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Was wäre, wenn wir radikal ehrlich anerkennen, wo wir gerade stehen?
Und einmal nicht verdrängen, was das in uns auslöst?
Let’s face it: Das kann überwältigend sein. Aber wir sind viele. Wir sind zum Camp gekommen, weil wir wissen, wie es um die Welt steht. Weil wir tief entschlossen sind, uns für bestmögliche Zukünfte einzusetzen.
In diesem 90-minütigen Rave-Ritual schaffen wir gemeinsam einen Raum, in dem es keine Worte zwischen uns braucht. Wir tanzen durch das Unaussprechliche, wir schütteln uns frei, wir atmen, wir schwitzen.
Zum Beat der Musik lassen wir Emotionen wie Wellen durch unsere Körper fließen und bewegen, was im Alltag zu oft steckenbleibt. Die Wiese wird zum Dancefloor, unsere Dancemoves zum Ritual.
SAKURI (dey)
Make Rhythm Resistant Again
Donnerstag, 20:30uhr
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SAKURI ist multi-Genre-Künstli und setzt sich als Vorstandsmitglied des Tanz- und Kulturkollektivs Ecstatic Cuties e.V. (Festivals wie das „Juicy Lab“ in Berlin) für queere und gerechtere Kunst und Kultur im deutschsprachigen Raum ein. Mit der Projektgruppe „Leaving Handprints“ hat dey ein Tool zur Steigerung der sozialen Nachhaltigkeit von (Musik-) Festivals entwickelt.
Musikalisch stark von Hip-Hop und elektronischen Tanzmusiken beeinflusst, forscht SAKURI am widerständigen Potential von Tanzflächen.
Queeres Empowerment, tanzbarer Widerstand und verspielter Selbstausdruck sind die Schlagworte, die live mit eigenen Songs, dem Einsatz von Posaune und pointierten, aktivierenden Vocals – inspiriert von der Verbindung von DJing und des ursprünglichen MCings bei den ersten Block- und später House-Parties in Schwarzen und Queeren
Communities im USA der 1970er und 1980er – umgesetzt werden.
Born to slay and speak critique. All that in nice dresses. Artsy, weird, electronic, lyrical, nasty, queer, 161.
Musik und mehr von SAKURI: https://linktr.ee/sakuri.dance
Louka Ananda (keine/mixed pronomen)
Konzert
Freitag, 21:15uhr
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Die Lieder, die sich durch mich zeigen, kommen aus Berührung. Sie lehnen sich gegen das Tempo der Welt, langsam, verletzlich und beharrlich. Sie laden ein zum Innehalten, wieder wahrzunehmen.
Meine Stimme sucht darin einen Boden für Beziehung.
Wo bist du, wenn ich mich so zeige?
So öffnet sich manchmal ein Raum für das, was zögert, für das, was gerade erst ins Leben findet und doch schon ein Lied in sich trägt. Eine leise Form von Widerstand, gewachsen aus meinem Lauschen, zum Herz der Dinge.
Zuzu (dey/they)
Resting & Nesting
Mittwoch, 20:45uhr
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Wie würde sich dein Leben anfühlen, wenn es sicher genug wäre, nicht mehr zu können? Wenn es wirklich Okay wäre, eine Pause zu brauchen – wieder und wieder? Was hat Erholung mit Widerständiger Praxis zu tun und welche Rolle spielt Erholung in einem Kapitalismus?
Dass Erholung oft als Privileg oder Luxus gilt – eines, das vor allem weißen, gutverdienenden Körpern zugestanden wird – sagt viel über die Gesellschaft, in der wir leben. Leistungsdruck, Erschöpfung, permanentes Funktionieren, das Gefühl, nie genug zu sein – viele von uns kennen das. Und diese Zustände sind nicht einfach deine Schuld. Diese inneren Bewegungen sind Ausdruck des Individuums auf strukturelle und kollektive Werte und Ansprüche.
Schwierigkeiten mit Ruhe und Erholung sind kein persönliches Versagen. Sie sind Ausdruck eines Nervensystems, das versucht, in der westlichen Welt zu (über)leben.
In diesem Workshop lädt Zuzu dazu ein, Entspannung als Praxis zu erforschen, ein tieferes Verständnis für sich selbst und einen aktiven Umgang mit Stress, Anspannung und Unruhe zu finden. Mit Methoden aus der Körpertherapie, somatischen Ansätzen und Musik öffnet Zuzu einen kollektiven Raum zum da sein lassen, was da ist. Was jedes von uns mitbringt. Und zum gemeinsamen erschöpft sein.
Saed Mansour (er)
"اثنين שתיים"
Dance Performance
Mittwoch, 20:15uhr
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I am a Palestinian that grew up in Israel and with that comes a great amount of political and identity complexity. Originally in 2021 this solo was created and performed in Israeli spaces with the consciousness that I am Palestinian and the audience is Israeli. Then it developed further as I performed it in Palestinian/Israeli spaces, Palestinian only, and global spaces.
A Palestinian performer that takes himself and the audience on an emotional/spiritual process – embodying the political story of the land that transcends the local into a human story of violence, fear, and whatever emotionally lies under systems of control. A performance about the duality of identity and duality in general.
From this solo originated the workshop Dancing the Political.
In this version for Emerge festival we will make a special experiment that I have yet to ever make that will draw on the fact that we are there doing Dancing the Political process. Come and watch!
Îla (sie)
Maya (keine Pronomen)
Poetry in a cracking system - politische Poesienacht im Kerzenschein
Samstag, 20:15uhr
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In einer patriarchal geprägten Welt, die von Klimakollaps, multiplen Krisen, Genozid und Krieg durchzogen ist, sehen wir Poesie als Tool gegen Vereinsamung, Mittel künstlerischen Widerstands, Coping Strategie in einer toxischen Welt, sowie Verbindungsmittel für die Mobilisierung von Massen. Wir sind Maya und Îla und lieben und leben beide auf unterschiedlichen Ebenen künstlerischen Aktivismus, indem wir schon lange über unsere Gefühle in und mit dieser Welt schreiben. Gemeinsam mit euch, wollen wir zuerst Schreiben und in einem kurzen Schreibworkshop unseren Gefühlen Ausdruck schenken – sowie danach eure und unsere Texte lesen. Der Raum ist offen für alle die jemals etwas geschrieben haben oder Texte schreiben wollen, es ist keine Vorerfahrung und „fertigen“ oder „sehr poetischen“ Texte notwendig. Denn alles ist Poetry und Poetry ist politisch!
Wir laden euch dazu ein jegliche Texte zu teilen, die euer Herz bewegen und freuen uns darauf eure Texte, Gedichte, Notizzettel und unfertigen Gedanken zu hören. Es ist genauso möglich Texte zu teilen, die ihr nicht selbst geschrieben habt, aber euch dennoch berühren.
Sebastian Utecht (er)
Playfall – Morning Sessions
Samstag + Montag, 8:00uhr
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Ich möchte mit euch meine derzeitigen Recherchefelder teilen und mit Bewusstheit und Bewegung in den Tag starten. Die Bewegungsforschungen starten eher sanft, weich, klein und individuell. Mit Worten leite ich Bewegungen an und gebe Fragen in die Erkundungen hinein.
Im weiteren Verlauf der Stunde werden wir mehr und mehr auch in Kontakt mit der Umwelt und anderen gehen und spielerisch den Flow des Tages suchen.
Die Morning Sessions beruhen auf meinen Erfahrungen und Ausbildungen mit Physical Theatre, Clownerie, Playfight, Somatic Experiencing und Feldenkrais und spiegeln meine Interessenfelder wieder, in denen ich immer wieder unterschiedliche Arten von Spiel und Leichtigkeit mit Menschen erforsche und mich andererseits dafür interessiere, wie ein Hauch davon auch in schwierigen Situationen erhalten werden kann.
Helena (hän/keine)
Geschichten zum Spüren: Widerstand und Lebensfreude somatisch erleben
Sonntag, 20:30uhr
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Wir kommen zusammen, im Kreis, und lauschen Geschichten aus Widerstandsbewegungen, die für Verbindung stehen. Dazu werdet ihr angeleitet entspannte Körperhaltungen ein zu nehmen, die dich tiefer sinken lassen. In die Präsenz unserer Körper, in die Qualitäten der Erzählungen und in Fragen rund um Lebendigkeit, Kämpfen und Hingabe.
Teilnahme möglichen mit allen Leveln an Beweglichkeit und Energie.
Bring dir gemütliche Kleidung und eine Decke mit.
Zuzu (dey/they)
Somatisch-emotionale Praxis
Mittwoch + Freitag, 8:00uhr
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Bewegung & Präsenz, um in den Tag zu starten – unterschiedliche Qualitäten. Schütteln, Softness, Flow und Kraft. Grounding am Morgen als Basis für deinen Tag. Faszien aufwecken, Muskeln spüren und das Gewebe unter der Haut ins fließen bringen. Die inneren emotionalen und äußeren Landschaften am Morgen auf dich wirken lassen und möglicherweise Ausrichtung für den Tag finden.
Keine Vorkenntnisse nötig. Leichte, abwandelbare Übungen. Zuzu bringt Methoden aus Somatischem Yoga, Somatics & Tanz mit.
Hanna Juno (sie)
Briefe für Alice - Eine Lesung
Montag, 20:30uhr
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„Wir müssen uns vor der Überfremdung der deutschen Gesellschaft schützen.“
Das sind die Worte von Alice Weidel, Spitzenkandidatin der AFD.
Wie wäre das?
Alice Weidel treffen zu können und alles zu sagen. Alles das, was wichtig ist.
Wie wäre das ein Fenster zu öffnen, hin zu einem Ort im Dämmerlicht, in der echte Begegnung möglich ist?
Hanna schreibt Briefe für Alice.
In der Welt der Briefe nimmt sie Alice, als schweigende, latent widerspenstige Audienz mit auf eine Reise, in eine Auseinandersetzung mit Andersartigkeit, dem Umkreisen und Begreifenwollen rechter Positionierung, dem Betasten der Wunde und der Wut über das Nicht-gehört-Werden.
Dafür begegnen die beiden sich, auf Spielplätzen, an Schützengräben, beim Eis essen und an Tankstellen.
„Briefe für Alice“ möchte sich hinstellen für die überdauernde Kraft der Zartheit und die Relevanz des Poetischen in Begegnung mit Politik.
Ein gemeinsamer Raum des Vor-fühlens eines Dialogs der noch nicht möglich ist.
Der möglicher wird, je mehr man ihn sich vorstellen kann.
emmaundfrances (sie)
indie folk pop
Konzert
Freitag, 20:30Uhr
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Unsere Musik erzählt vom großen und vom kleinen Leben.
Sie soll für alle sein, Menschen in ihren diversen Lebenslagen berühren und Momente der Nähe schaffen. Wir wollen unsere Freude an der Musik und am kreativen Ausdruck feiern!
Was ursprünglich nur im Rahmen nächtlicher Bettkantensessions geschah, passiert heute auf Bühnen und neuerdings im Tonstudio!
Gemeinsam arrangieren wir unsere musikalischen Ideen, verflechten unsere Stimmen über verspielte Gitarren-Patterns und begleiten uns dabei mit Bratsche, Cello, Flöte und (Body-)Percussion.
Und das Schönste ist: Wir fühlen uns so zuhause miteinander, dass sich jede Bühne immer noch wie die Bettkante anfühlt.
Katja-Bahini (sie)
Movement Playground & Schüttelpraxis
Sonntag + Dienstag, 8:00uhr
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Verspielte und dynamische Impulse, welche die Beweglichkeit, Motorik, Körperwahrnehmung und körperliche Fitness schulen und fördern, wechseln sich im Movement Playground ab.
Mal werden kleine Bewegunssequenzen angeleitet, mal mehr grundlegende Bewegungsprinzipien, abgeleitet von den menschlichen anatomischen Begebenheiten, vermittelt.
Eine Phase der freien Bewegungs- und Tanzimprovisation rundet den Kurs ab.
Der Spaß und die Freude an der Bewegung und der Vielfalt der Bewegungsmöglichkeiten stehen im Vordergrund.
Elemente , mit denen wir spielen…
– Animal Moves & spielerische Interaktion
– Core Training und Kräftigung
– Motorik
– Bewegungsorganisation
– Tanzimprovisation
Wir schütteln uns, weil das Leben zu kostbar ist um in Taubheit und Vermeidung zu verharren.
Wir schütteln uns, weil wir hungrig sind auf mehr Lebendigkeit und bereit sind zu fühlen, was uns davon abhält. Wir tun es gemeinsam weil es so viel leichter ist…
Ich biete Inspirationen und Impulse für den Fluss der Aufmerksamkeit während unserer Praxis an.
Zu Beginn und zum Abschluss teilen wir von unserer Motivation und aus unserem Erleben in der Gruppe.
Mala (sie)
Verletzlichkeit als Ressource
Samstag, 20:30uhr
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Wie kann unser Sein, unsere Zartheit, Lebendigkeit und Authentizität die Welt bereichern und beschenken?
Wie kann Verletzlichkeit eine Ressource sein und nicht in Verletzung und Traumastrukturen verschwinden?
Verletzlichkeit braucht Langsamkeit, Wahrnehmung, Mut, Ehrlichkeit, Kontakt und Verbundenheit. So praktizieren wir gemeinsam eine neue Kultur.
An diesem Abend wollen wir gemeinsam einen sicheren Raum schaffen, in dem wir eingeladen sind, ganz da zu sein, unsere Verletzlichkeit wahrzumehmen, unser Sein zu erkunden und den Tag gemeinsam zu integrieren.
Robin (er)
Silvana (sie)
Sonnenwendritual
Sonntag, 20:30uhr
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Wie betten wir unseren Aktivismus wieder mehr in natürliche Zyklen ein?
Ein Weg ist Hinschauen was gerade in der Natur um uns herum passiert und das Feiern von Jahreszeitenfesten. Am 21.06, während wir gemeinsam auf dem EMERGE sind, steht die Sommersonnenwende vor der Tür: der Moment in dem die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht und das Licht seinen Höhepunkt feiert…bevor die Dunkelheit ein halbes Jahr lang wächst.
Wir wollen mit euch innehalten, danken, loslassen und feiern. Gemeinsam verbinden wir uns mit den Qualitäten dieser Jahreszeit und öffnen einen rituellen Raum in dem Transformation geschehen kann.
Antonia (keine)
somatisch-tänzerischer Morgen
Donnerstag, 8:00Uhr
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Eine angeleitete Körper- und Tanzreise, um im neuen Tag anzukommen, in deinem Körper zu landen, in Verbindung mit dir zu kommen und wenn du magst mit anderen Körpern im Raum. Ein somatischer Zugang, durch den wir in Kontakt mit unserem physischen und emotionalen Körper kommen, verbindet sich mit tänzerischen Elementen aus Improvisation, Contemporary und Contact Impro. Komm wie du bist, mit deiner Intuition, Neugierde und Spielfreude!
Photo: Christian Lue
Martlis (sie)
Prozess & Ausdruck
Donnerstag, 20:30uhr
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Im Laufe des EMERGE-Festivals hast du unterschiedlichste Erlebnisse, Eindrücke, Erfahrungen sammeln können.
Wahrscheinlich hast du intensive Begegnungen gesucht – und (hoffentlich) auch gefunden.
Vielleicht konntest du transformative Inspirationen mitnehmen, die Bedeutung haben für dein weiteres Leben.
Und möglicherweise sind auch tiefere Prozesse in dir ausgelöst worden, die dich (bewusst und unbewusst) beschäftigen, eventuell aufwühlen – und die nach Integration rufen.
P&A ist ein experimentelles und experienzielles Format, das ich zur kreativen Integration von inneren Prozessen entwickelt habe. Dabei wird sowohl die lebendige Selbsterfahrung und Expression über Körper, Stimme, Bewegung genutzt als auch der verbale Ausdruck und die reflektierende Kraft der Sprache.